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Ratgeber · Stromspeicher

Lohnt sich ein Stromspeicher wirklich?

Wann sich ein Batteriespeicher rechnet – und worauf es bei der Auslegung ankommt.

Warum überhaupt ein Speicher?

Eine Photovoltaikanlage erzeugt Strom dann, wenn die Sonne scheint – also hauptsächlich tagsüber. Der Haushaltsstromverbrauch liegt aber zu einem großen Teil in den Morgen- und Abendstunden. Ohne Speicher wird der tagsüber erzeugte Überschuss ins Netz eingespeist und mit ca. 8–13 ct/kWh vergütet. Kaufen Sie denselben Strom abends zurück, zahlen Sie 30–35 ct/kWh.

Ein Stromspeicher schließt genau diese Lücke: Er nimmt den PV-Überschuss tagsüber auf und stellt ihn abends und nachts zur Verfügung. Das erhöht den Eigenverbrauchsanteil von typischerweise 25–35 % auf 60–80 %.

Wie viel kostet ein Stromspeicher?

Lithium-Ionen-Heimspeicher (z. B. SENEC) liegen 2026 bei etwa 800–1.200 € pro kWh Nettospeicherkapazität inklusive Installation. Ein 10-kWh-Speicher kostet damit grob 8.000–12.000 €.

Kostenorientierung 2026

  • 5 kWh Kapazitätca. 4.000–6.000 €
  • 10 kWh Kapazitätca. 8.000–12.000 €
  • 15 kWh Kapazitätca. 12.000–18.000 €

Wann rechnet es sich?

Die Wirtschaftlichkeit eines Speichers hängt von drei Faktoren ab: dem lokalen Strompreis, dem Eigenverbrauchsanteil ohne Speicher und der jährlichen PV-Erzeugung. Als Faustregel gilt: Ab einem Haushaltsstrompreis von rund 28 ct/kWh und einer PV-Anlage ab ca. 7 kWp amortisiert sich ein passend dimensionierter Speicher in 10 bis 14 Jahren.

Da moderne Lithium-Speicher eine Lebensdauer von 15–20 Jahren und oft 6.000–10.000 garantierte Ladezyklen haben, verbleibt nach der Amortisation noch ein wirtschaftlicher Überschuss.

Die richtige Dimensionierung

Zu klein dimensioniert, ist der Speicher täglich voll – der Überschuss wird trotzdem ins Netz eingespeist. Zu groß, und ein Teil der Kapazität bleibt dauerhaft ungenutzt. Die Faustregel für einen Haushalt ohne Wärmepumpe und Wallbox: 1 kWh Speicher pro 1 kWp PV-Leistung, maximal jedoch so viel, wie dem Abend- und Nachtverbrauch entspricht.

Mit Wärmepumpe oder E-Auto verschiebt sich die Rechnung – hier empfiehlt sich eine individuelle Berechnung, da größere Speicher deutlich mehr Eigenverbrauch erschließen können.

Zusatznutzen: Notstromfähigkeit und Cloud

Viele Speichersysteme bieten heute Notstromfunktion an, die bei einem Netzausfall automatisch einspringt. SENEC-Speicher ermöglichen zudem die Nutzung einer Strom-Cloud, mit der Sie Sommer-Überschüsse virtuell für die Wintermonate speichern können – und so den Eigenverbrauchsanteil über das Jahr hinweg weiter steigern.

Passt ein Speicher zu Ihrer Anlage?

Berechnen Sie unverbindlich, wie viel Eigenverbrauch ein Speicher bei Ihrer konkreten Situation bringt – und ob sich die Investition rechnet.

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