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Ratgeber

Net Metering erklärt: Was es ist und wie es funktioniert

Rund um Photovoltaik taucht immer wieder der Begriff „Net Metering“ auf. Wir erklären, was dahintersteckt – und wie die Situation in Deutschland tatsächlich aussieht.

Was bedeutet Net Metering?

Net Metering (auf Deutsch „Nettomessung“ oder „Saldierung“) ist ein Abrechnungsmodell für Solarstrom. Die Grundidee: Ein Stromzähler erfasst sowohl den Strom, den Ihre Photovoltaikanlage ins öffentliche Netz einspeist, als auch den Strom, den Sie aus dem Netz beziehen. Abgerechnet wird nur die Differenz – der „Nettoverbrauch“.

Vereinfacht gesagt dient das Stromnetz dabei wie ein großer Speicher: Überschüssigen Solarstrom geben Sie tagsüber ab und holen ihn abends oder in sonnenarmen Zeiten wieder zurück – idealerweise ohne Verlust.

Wie funktioniert Net Metering?

In Ländern mit Net Metering läuft der Zähler bei Einspeisung rückwärts und bei Bezug vorwärts. Am Ende des Abrechnungszeitraums zählt die Bilanz: Haben Sie genauso viel eingespeist wie bezogen, ist Ihre Stromrechnung für diesen Anteil ausgeglichen. Speisen Sie mehr ein, als Sie verbrauchen, erhalten Sie je nach Land eine Gutschrift oder Vergütung.

Net Metering in Deutschland

Wichtig zu wissen: Das klassische Net Metering, wie es etwa in Teilen der USA üblich ist, gibt es in Deutschland so nicht. Hierzulande werden Einspeisung und Bezug getrennt erfasst und unterschiedlich bewertet:

Eigenverbrauch – der Solarstrom, den Sie direkt selbst nutzen – ist am wertvollsten, weil Sie damit teuren Netzstrom ersetzen. Einspeisung – der Überschuss, den Sie ins Netz abgeben – wird über die gesetzliche Einspeisevergütung deutlich niedriger vergütet als der Strompreis, den Sie beim Bezug zahlen.

Genau deshalb lohnt es sich, den Eigenverbrauch zu maximieren – etwa mit einem Stromspeicher, einer Wärmepumpe oder einer Wallbox, die den Solarstrom direkt nutzen.

Wie holen Sie das Maximum aus Ihrem Solarstrom?

Da Net Metering in Deutschland keine Rolle spielt, kommt es auf eine clevere Auslegung Ihres Energiesystems an. Mit einem Stromspeicher erhöhen Sie Ihren Eigenverbrauch von rund 30 % auf bis zu 80 %. Eine Strom-Cloud ermöglicht es zudem, Sommer-Überschüsse virtuell für den Winter verfügbar zu machen.

Welche Lösung sich für Sie rechnet, hängt von Ihrem Verbrauch und Ihrer Anlage ab – wir beraten Sie dazu gerne ehrlich und unverbindlich.

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