Warum ergänzen sich PV und Wärmepumpe so gut?
Eine Wärmepumpe ist ein Stromverbraucher – sie entzieht der Außenluft oder dem Erdreich Wärme und verstärkt diese elektrisch. Ihr Jahresstromverbrauch liegt je nach Größe und Gebäude bei 3.000–8.000 kWh. Eine Photovoltaikanlage wiederum erzeugt genau dann am meisten Strom, wenn die Heizlast niedrig ist – im Frühling und Herbst.
Mit einem Smart-Energy-System lassen sich beide Geräte koordinieren: Die Wärmepumpe heizt bevorzugt dann, wenn die PV-Anlage gerade Überschuss produziert. So nutzen Sie eigenen Solarstrom zum Heizen, anstatt ihn günstig ins Netz einzuspeisen und teuren Netzstrom zurückzukaufen.
Wie viel lässt sich einsparen?
In einem typischen Einfamilienhaus (Heizlast ca. 10 kW, Jahresheizenergie ca. 15.000 kWh) verbraucht die Wärmepumpe etwa 4.500–5.000 kWh Strom pro Jahr. Mit einer 10-kWp-PV-Anlage und intelligentem Lastmanagement können Sie bis zu 50–70 % dieses Wärmpumpenstrom-Bedarfs direkt durch eigenen Solarstrom decken – je nach Dachausrichtung, Standort und Heizverhalten.
Beispielrechnung (Einfamilienhaus)
- Wärmepumpen-Strombedarf / Jahrca. 4.500 kWh
- Davon durch PV gedeckt (60 %)ca. 2.700 kWh
- Einsparung (bei 32 ct/kWh)ca. 864 € / Jahr
- Gesamteinsparung inkl. PV-Eigenverbrauch1.500–2.200 € / Jahr
Richtwerte – individuelle Berechnung auf Anfrage.
Brauche ich dafür einen Speicher?
Nicht zwingend – aber empfehlenswert. Ohne Speicher kann die Wärmepumpe nur dann mit PV-Strom betrieben werden, wenn gerade Sonne scheint. Mit einem Stromspeicher lässt sich der PV-Überschuss aus dem Mittag in die Abend- und Nachtstunden verschieben, wenn die Wärmepumpe für die Heizung oder Warmwasserbereitung läuft.
Alternativ bietet sich eine thermische Pufferspeicher-Strategie an: Die Wärmepumpe heizt tagsüber einen Pufferspeicher auf, der die Wärme in die Nacht trägt. Das reduziert den Bedarf an Elektrospeicher, erfordert aber eine entsprechend ausgelegte Heizungsanlage.
Was sollte ich bei der Planung beachten?
Wichtig ist, dass beide Systeme von Anfang an aufeinander abgestimmt werden. Ein Smart-Home-Energiemanagementsystem (z. B. über SENEC) regelt die Priorisierung automatisch – Wärmepumpe, Speicher, Wallbox und Haushalt erhalten Strom nach hinterlegter Priorität. Das Ergebnis: maximaler Eigenverbrauch bei minimalem Aufwand.
Wir planen beide Systeme gemeinsam und stimmen Anlagengröße, Speicher und Hydraulik aufeinander ab – so erzielen Sie die bestmögliche Wirtschaftlichkeit.
Wärmepumpe und PV kombinieren?
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