im Landkreis Göttingen · 153 m ü. NN
Wärmepumpe in Göttingen
Für den Einsatz von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden ist eine sorgfältige Planung entscheidend. Die Auslegungstemperatur in Göttingen liegt bei -12 Grad Celsius, was für die Dimensionierung der Heizungssysteme relevant ist.
Auslegungswerte für Göttingen
Die Angaben leiten sich aus Höhe über NN und Lage ab und dienen der Einordnung. Was Ihr Gebäude tatsächlich braucht, zeigt erst die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
-12°C
Auslegungstemperatur
kältester Auslegungsfall
3.458Kd
Heizgradtage (20/15)
Länge und Härte der Heizperiode
3,6
Jahresarbeitszahl
bei 35 °C Vorlauf · 2,7 bei 55 °C
-5°C
Bivalenzpunkt
ab hier lohnt ein zweiter Erzeuger
Waermepumpe im Bestandsgebaeude
Umstiegsmöglichkeiten im unsanierten Altbau
Der Umstieg auf eine Wärmepumpe in einem unsanierten Altbau erfordert eine Anpassung der Vorlauftemperaturen. Idealerweise sollte die Vorlauftemperatur auf 35 Grad gesenkt werden, um die Jahresarbeitszahl von 3.6 zu erreichen. Bei höheren Vorlauftemperaturen von 55 Grad reduziert sich diese auf 2.7, was den Betrieb weniger effizient macht.
Um die Heizlast zu ermitteln, ist es wichtig, die Heizlastberechnung für das Gebäude durchzuführen. Ein Beispielhaus mit einer Heizlast von 7 kW und einem geschätzten Jahreswärmebedarf von rund 18.155 kWh zeigt, dass eine Senkung der Vorlauftemperatur maßgeblich zur Effizienzsteigerung beiträgt. Der höhere Betrieb bei 55 Grad Vorlauf führt zu einem zusätzlichen Stromverbrauch von etwa 471 Euro pro Jahr.
Ein hydraulischer Abgleich ist notwendig, um die Verteilung der Heizwärme zu optimieren. Einige Heizkörper können bestehen bleiben, während andere möglicherweise getauscht werden müssen, um die Effizienz der Wärmepumpe zu maximieren.
Bivalenzpunkt und dessen Bedeutung
Der sinnvolle Bivalenzpunkt in Göttingen liegt bei etwa -5 Grad Celsius. Dieser Punkt ist entscheidend für die Planung der Heizungsanlage, da die Wärmepumpe bis zu diesem Temperaturbereich effizient arbeiten kann. Unterhalb dieses Bivalenzpunkts müssen zusätzliche Heizsysteme in Betracht gezogen werden, um den Wärmebedarf des Gebäudes zu decken.
Mit einem Jahreswärmebedarf von etwa 18.155 kWh kann bei einer Außentemperatur von -5 Grad oder darunter, die Wärmepumpe nicht mehr alleine den nötigen Wärmebedarf decken, und es ist eine zusätzliche Wärmequelle erforderlich. Der Einsatz einer komfortablen Heizungsunterstützung kann die Effizienz der Anlage erhöhen, sobald der Bivalenzpunkt erreicht wird.
Die genaue Auslegung der Heizlast und die Wahl der geeigneten Heizquellen sollten stets auf Basis der spezifischen Werte des Gebäudes und den reellen Bedingungen vor Ort erfolgen, um die Betriebskosten niedrig zu halten.
Heizgradtage und ihre Einflussnahme
In Göttingen beträgt die Anzahl der Heizgradtage (20/15) 3458 Kd. Diese Zahl gibt an, wie viele Tage im Jahr eine Heizung betrieben werden muss, um für ein angenehmes Raumklima zu sorgen. Ein hoher Wert an Heizgradtagen bedeutet, dass die Heizungsanlage über einen längeren Zeitraum Wärme liefern muss.
Das Verständnis der Heizgradtage ist wichtig, um die Effizienz der Wärmepumpe während der Heizperiode zu bewerten. Eine Wärmepumpe sollte so dimensioniert werden, dass sie über die gesamte Heizsaison hinweg effizient den erforderlichen Wärmebedarf decken kann.
Durch die Kombination von einer guten Dämmung, einem hydraulischen Abgleich und einer optimalen Auslegung der Wärmepumpe kann der benötigte Heizwärmebedarf reduziert werden. Damit lassen sich die Heizgradtage effizienter nutzen, was sich in niedrigeren Betriebskosten niederschlägt.
Was das für ein Haus in Göttingen bedeutet
Gerechnet für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche und 50 W/m² spezifischer Heizlast, bei 28 ct/kWh Wärmepumpenstrom. Ihr Gebäude weicht davon ab — die Rechnung zeigt die Größenordnung, nicht Ihren Verbrauch.
- Heizlast
- 7,0 kW
- Jahreswärmebedarf
- 18.155 kWh
- Stromverbrauch mit Flächenheizung (35 °C)
- 5.043 kWh
- Stromverbrauch mit Heizkörpern (55 °C)
- 6.724 kWh
- Stromkosten mit Flächenheizung
- 1.412 € im Jahr
- Mehrkosten bei 55 °C Vorlauf
- + 471 € im Jahr
Zwischen den beiden Zeilen zur Vorlauftemperatur liegt der eigentliche Hebel: Wer die Heizflächen vergrößert, spart dauerhaft mehr als wer die Wärmepumpe eine Nummer größer wählt.
Wir sind in Göttingen und in der Umgebung im Einsatz
Göttingen ist die kleinere Grossstadt auf Platz 1 von 1 in seinem Landkreis. Diese Orte liegen am nächsten:
Wärmepumpe und Photovoltaik greifen ineinander — vor allem in der Übergangszeit. Was eine Photovoltaikanlage in Göttingen leistet, steht auf der Photovoltaik-Seite für Göttingen.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe in Göttingen
Welche Vorlauftemperatur sollte für eine Wärmepumpe gewählt werden?
Optimal ist eine Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius. Bei höheren Temperaturen von 55 Grad sinkt die Jahresarbeitszahl auf 2.7, was die Effizienz der Anlage verringert.
Was ist der Bivalenzpunkt und warum ist er wichtig?
Der Bivalenzpunkt in Göttingen liegt bei etwa -5 Grad Celsius. Dies ist der Punkt, an dem die Wärmepumpe nicht mehr alleine den Heizbedarf decken kann und zusätzliche Heizquellen benötigt werden.
Wie wirken sich Heizgradtage auf die Heizkosten aus?
Die Heizgradtage in Göttingen betragen 3458 Kd. Ein höherer Wert bedeutet, dass die Heizung über längere Zeiträume betrieben werden muss, was sich direkt auf die Heizkosten auswirkt.
Heizungstausch vorbereiten in Göttingen
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