im Landkreis München · 581 m ü. NN
Wärmepumpe in Oberhaching
Die Auslegungstemperatur von -17 Grad Celsius in Oberhaching zeigt, dass die Heizlast bei tiefen Außentemperaturen relevant ist. Für Eigentümer in dieser Region könnten Erd-Wasser-Wärmepumpen eine sinnvolle Lösung darstellen.
Auslegungswerte für Oberhaching
Die Angaben leiten sich aus Höhe über NN und Lage ab und dienen der Einordnung. Was Ihr Gebäude tatsächlich braucht, zeigt erst die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
-17°C
Auslegungstemperatur
kältester Auslegungsfall
4.154Kd
Heizgradtage (20/15)
Länge und Härte der Heizperiode
3,3
Jahresarbeitszahl
bei 35 °C Vorlauf · 2,4 bei 55 °C
-8°C
Bivalenzpunkt
ab hier lohnt ein zweiter Erzeuger
Erdwaerme statt Aussenluft
Erdwärme und deren Vorteile
Erdwärme bietet eine konstante Temperaturquelle, die besonders in kälteren Monaten von Vorteil ist. Bei einem klimatischen Bivalenzpunkt von etwa -8 Grad Celsius sind Sole-Wasser-Wärmepumpen effektiver als Luft-Wasser-Wärmepumpen, da sie auch bei niedrigeren Temperaturen eine höhere Effizienz aufweisen. Diese Effizienz ist entscheidend, vor allem bei einem Heizgradtag von 4154 Kd, der den Wärmebedarf über die Heizperiode definiert.
Die Jahresarbeitszahl für Erd-Wasser-Wärmepumpen beträgt bei einer Vorlauftemperatur von 35 Grad optimal 3.3, was bedeutet, dass pro eingesetzter kWh Strom bis zu 3.3 kWh Wärme erzeugt werden können. Dies ist im Vergleich zu einer Vorlauftemperatur von 55 Grad, wo die Jahresarbeitszahl auf 2.4 sinkt, von großer Bedeutung, insbesondere in einem teilsanierten Referenzhaus mit einer Heizlast von 7 kW und einem Jahreswärmebedarf von rund 18.861 kWh.
Ein weiterer Vorteil ist, dass die Nutzung des eigenen Grundstücks für den Einbau von Erdwärmesystemen langfristig die Heizkosten optimieren kann, auch wenn die Investitionskosten zunächst höher erscheinen.
Systeme: Flächenkollektor oder Erdsonde?
Die Entscheidung zwischen Flächenkollektor und Erdsonde hängt von mehreren Faktoren ab. Flächenkollektoren benötigen mehr Platz, sind aber einfacher zu installieren und haben weniger Genehmigungsanforderungen. Bei einer Fläche von mindestens 140 m² sind die Investitionskosten in die Erde geringer, sodass Sie bei einem Grundstück von dieser Größe die Kosten durch den langfristigen Nutzen der Erdwärme amortisieren können.
Im Gegensatz dazu bietet die Erdsonde eine höhere Effizienz, da sie tiefere Erdschichten nutzt, wo die Temperaturen stabiler sind. Dies kann für Gebäude mit hohem Wärmebedarf von Vorteil sein, da der Wärmeentzug effizienter ist und die Betriebszeiten verlängert werden. Der rechtliche Genehmigungsweg für eine Erdsonde kann jedoch langwierig sein, was bei der Planung zu beachten ist.
In Oberhaching ist die Möglichkeit der Installation von Erdwärmesystemen durch die örtlichen Gegebenheiten gegeben. Die Investition in diese Systeme kann durch die hohen Heizgradtage in der Region gerechtfertigt werden.
Wirtschaftlichkeit und Langfristigkeit
Die höheren Investitionskosten für Erd-Wasser-Wärmepumpen rechnen sich besonders in Regionen mit langen Heizperioden, wie sie in Oberhaching vorherrschen. Bei einem Heizwärmebedarf von rund 18.861 kWh und einem Stromverbrauch von etwa 5.715 kWh, kann durch die Wahl der richtigen Wärmepumpe und Vorlauftemperatur erhebliches Einsparpotential realisiert werden.
Klar ist, dass eine zuverlässige Wärmeversorgung auch über die Heizsaison hinweg wichtig ist. Da die Betriebskosten für eine Wärmepumpe im Vergleich zu fossil betriebenen Heizungen tendenziell niedriger sind, ergibt sich eine langfristige Einsparung durch die Nutzung von Erdwärme. Die zu erwartenden Heizkosten können durch den Einsatz effizienter Systeme gesenkt werden, was die Wirtschaftlichkeit der Investition weiter verbessert.
Die Wahl der Heizung ist somit nicht nur eine Frage der Effizienz, sondern auch der langfristigen Planung. Eigentümer in Oberhaching sollten daher die Vorteile von Erd-Wasser-Wärmepumpen in Betracht ziehen, um von den stabilen Temperaturverhältnissen im Erdreich zu profitieren.
Was das für ein Haus in Oberhaching bedeutet
Gerechnet für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche und 50 W/m² spezifischer Heizlast, bei 28 ct/kWh Wärmepumpenstrom. Als Vergleichsmaßstab gedacht: Wie Ihr Haus abschneidet, hängt an Dämmstandard, Heizflächen und Nutzung.
- Heizlast
- 7,0 kW
- Jahreswärmebedarf
- 18.861 kWh
- Stromverbrauch mit Flächenheizung (35 °C)
- 5.715 kWh
- Stromverbrauch mit Heizkörpern (55 °C)
- 7.859 kWh
- Stromkosten mit Flächenheizung
- 1.600 € im Jahr
- Mehrkosten bei 55 °C Vorlauf
- + 601 € im Jahr
Zwischen den beiden Zeilen zur Vorlauftemperatur liegt der eigentliche Hebel: Wer die Heizflächen vergrößert, spart dauerhaft mehr als wer die Wärmepumpe eine Nummer größer wählt.
Wir sind in Oberhaching und in der Umgebung im Einsatz
Oberhaching ist die Kleinstadt auf Platz 9 von 18 in seinem Landkreis. Diese Orte liegen am nächsten:
Eine Wärmepumpe arbeitet am günstigsten mit eigenem Strom. Was eine Photovoltaikanlage in Oberhaching leistet, steht auf der Photovoltaik-Seite für Oberhaching.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe in Oberhaching
Wie hoch ist die Heizlast bei einem teilsanierten Haus?
Bei einem Referenzhaus mit 140 m² und einer Heizlast von 50 W/m² beträgt die Heizlast 7 kW. Diese Zahl ist entscheidend für die Dimensionierung der Heizungsanlage.
Welche Vorlauftemperatur ist optimal für Erd-Wasser-Wärmepumpen?
Die optimale Vorlauftemperatur für eine Erd-Wasser-Wärmepumpe liegt bei 35 Grad Celsius, da sie eine Jahresarbeitszahl von 3.3 erreicht. Bei höheren Vorlauftemperaturen sinkt die Effizienz.
Was ist der Bivalenzpunkt und warum ist er wichtig?
Der Bivalenzpunkt von etwa -8 Grad Celsius ist die Temperatur, ab der die Pumpenleistung nicht mehr ausreicht, um den gesamten Wärmebedarf zu decken. Dies hat Auswirkungen auf die Auswahl und Dimensionierung der Heizungsanlage.
Heizungstausch vorbereiten in Oberhaching
Vor der Gerätewahl steht die Bestandsaufnahme: Heizlast, Vorlauftemperatur, Platz für die Aufstellung und der Netzanschluss.