kreisfreie Stadt in Berlin · 74 m ü. NN
Wärmepumpe in Berlin
Die Auslegungstemperatur für Berlin beträgt rechnerisch -13 Grad Celsius. Dies erfordert die Berücksichtigung geeigneter Wärmepumpenlösungen, insbesondere in Mehrfamilienhäusern.
Auslegungswerte für Berlin
Die Angaben leiten sich aus Höhe über NN und Lage ab und dienen der Einordnung. Was Ihr Gebäude tatsächlich braucht, zeigt erst die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
-13°C
Auslegungstemperatur
kältester Auslegungsfall
3.416Kd
Heizgradtage (20/15)
Länge und Härte der Heizperiode
3,5
Jahresarbeitszahl
bei 35 °C Vorlauf · 2,6 bei 55 °C
-6°C
Bivalenzpunkt
ab hier lohnt ein zweiter Erzeuger
Waermepumpe im Mehrfamilienhaus
Energieeffizienz durch Kaskadenlösungen
In Mehrfamilienhäusern können Kaskadenlösungen eingesetzt werden, um die Energieeffizienz zu erhöhen. Bei einer Heizlast von 7 kW für ein Referenzhaus mit 140 m² ist der Jahreswärmebedarf rund 17.391 kWh. Durch den Einsatz von mehreren Wärmepumpen in Verbindung mit einer optimierten Steuerung kann die Jahresarbeitszahl erheblich gesteigert werden, was in Berlin mit einer erwartbaren Jahresarbeitszahl von 3.5 bei 35 Grad Vorlauf möglich ist. Durch diese Effizienzgewinne lässt sich der Stromverbrauch auf etwa 4.969 kWh reduzieren, was eine wirtschaftliche Nutzung der Wärmepumpe unterstützt.
Die zentrale Warmwasserbereitung ist in größeren Wohngebäuden von Vorteil, da sie nicht nur Platz spart, sondern auch den Legionellenschutz erleichtert. Dies ist besonders wichtig, da bei einer zentralen Anlage die Temperaturen effizienter kontrolliert werden können, um die Bildung von Legionellen zu verhindern. Durch intelligente Regelungssysteme, die auf die spezifischen Heizlasten und den Wärmebedarf der einzelnen Wohneinheiten abgestimmt sind, kann eine höhere Effizienz und Sicherheit gewährleistet werden.
Wärmeabrechnung und Aufstellflächen
Ein weiterer wichtiger Aspekt bei der Implementierung von Wärmepumpen in Mehrfamilienhäusern ist die Abrechnung der Wärme auf die Wohneinheiten. Die Heizkostenverordnung verlangt, dass die Heizkosten transparent und nach dem tatsächlichen Verbrauch abgerechnet werden. Hierbei sind individuelle Wärme- und Verbrauchserfassungsgeräte erforderlich, die die tatsächliche Nutzung pro Einheit erfassen. Diese Abrechnungsmethoden fördern das Bewusstsein der Bewohner für ihren Energieverbrauch und können zu einer Reduzierung führen.
Die Aufstellflächen für die Wärmepumpen müssen ebenfalls sorgfältig geplant werden. Bei größeren Anlagen ist der Platzbedarf für die Installation und die notwendige Luftzirkulation entscheidend, um die Effizienz der Anlage nicht zu beeinträchtigen. Insbesondere sollte der Bivalenzpunkt von etwa -6 Grad Celsius beachtet werden, bei dem die Wärmepumpe möglicherweise nicht mehr ausreichend Leistung bringt, um den Heizbedarf allein zu decken. Daher könnte ein Nahwärmenetz in der Umgebung eine sinnvolle Ergänzung darstellen.
Integration in bestehende Systeme
Die Integration von Wärmepumpen in bestehende Heizsysteme stellt eine Herausforderung dar, die jedoch viele Vorteile bietet. Bei der Umstellung auf ein neues Heizsystem ist es wichtig, die Heizlastberechnung für das Gebäude genau zu ermitteln. In Berlin können die Heizgradtage von 3416 Kd eine entscheidende Rolle spielen, um die Effizienz und den Betrieb der neuen Anlage zu optimieren. Die Kombination mit bestehenden Heizkörpern oder Flächenheizungen kann die Systemeffizienz weiter verbessern.
Durch den Einsatz von Wärmepumpen lassen sich CO2-Emissionen nachhaltig senken, was insbesondere in städtischen Gebieten von Bedeutung ist. Auch wenn die Umstellung auf Wärmepumpen möglicherweise Initialkosten verursacht, ergibt sich oft eine langfristige Einsparung durch reduzierte Betriebskosten. Darüber hinaus zählt der Einsatz erneuerbarer Energien im Heizbetrieb zu den Anreizen, die von der öffentlichen Hand gefördert werden, um die Umweltauswirkungen zu minimieren.
Was das für ein Haus in Berlin bedeutet
Gerechnet für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche und 50 W/m² spezifischer Heizlast, bei 28 ct/kWh Wärmepumpenstrom. Ihr Gebäude weicht davon ab — die Rechnung zeigt die Größenordnung, nicht Ihren Verbrauch.
- Heizlast
- 7,0 kW
- Jahreswärmebedarf
- 17.391 kWh
- Stromverbrauch mit Flächenheizung (35 °C)
- 4.969 kWh
- Stromverbrauch mit Heizkörpern (55 °C)
- 6.689 kWh
- Stromkosten mit Flächenheizung
- 1.391 € im Jahr
- Mehrkosten bei 55 °C Vorlauf
- + 482 € im Jahr
Zwischen den beiden Zeilen zur Vorlauftemperatur liegt der eigentliche Hebel: Wer die Heizflächen vergrößert, spart dauerhaft mehr als wer die Wärmepumpe eine Nummer größer wählt.
Wir sind in Berlin und in der Umgebung im Einsatz
Berlin ist die Metropole auf Platz 1 von 1 in unserer Standortliste für Berlin. Diese Orte liegen am nächsten:
Wärmepumpe und Photovoltaik greifen ineinander — vor allem in der Übergangszeit. Was eine Photovoltaikanlage in Berlin leistet, steht auf der Photovoltaik-Seite für Berlin.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe in Berlin
Wie kann ich die Heizlast meines Mehrfamilienhauses ermitteln?
Die Heizlast Ihres Mehrfamilienhauses wird durch eine Heizlastberechnung ermittelt, die die Gebäudeparameter wie Fläche und Isolation berücksichtigt. In Berlin liegt die Heizlast eines Referenzhauses mit 140 m² bei 7 kW.
Welche Vorteile bietet eine zentrale Warmwasserbereitung?
Eine zentrale Warmwasserbereitung ermöglicht eine effizientere Kontrolle der Wassertemperaturen, was den Legionellenschutz verbessert. Zudem spart sie Platz und vereinfacht die Installation im Vergleich zu dezentralen Lösungen.
Was ist der Bivalenzpunkt und warum ist er für Wärmepumpen wichtig?
Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, bei der die Wärmepumpe nicht mehr alleine den Heizbedarf decken kann. In Berlin liegt dieser bei etwa -6 Grad Celsius. Bei dieser Temperatur ist es sinnvoll, zusätzliche Heizquellen bereit zu halten.
Auslegung prüfen lassen in Berlin
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