kreisfreie Stadt in Brandenburg · 34 m ü. NN
Wärmepumpe in Potsdam
Die Auslegungstemperatur in Potsdam liegt bei -13 Grad Celsius. Dies ist ein entscheidender Faktor für die Auswahl und den Betrieb von Wärmepumpen in Bestandsgebäuden. Vor allem in teilsanierten Altbauten ist ein Umstieg auf eine Wärmepumpe eine Überlegung wert.
Auslegungswerte für Potsdam
Höhenlage und Lage im Land ergeben diese Größenordnung. Sie ersetzt keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831; die bleibt für die Auslegung verbindlich.
-13°C
Auslegungstemperatur
kältester Auslegungsfall
3.372Kd
Heizgradtage (20/15)
Länge und Härte der Heizperiode
3,5
Jahresarbeitszahl
bei 35 °C Vorlauf · 2,6 bei 55 °C
-6°C
Bivalenzpunkt
ab hier lohnt ein zweiter Erzeuger
Waermepumpe im Bestandsgebaeude
Umstieg auf Wärmepumpen in Bestandsgebäuden
Bei einem Umstieg auf eine Wärmepumpe im unsanierten Altbau sollten Sie sich mit der Vorlauftemperatur auseinandersetzen. Eine Senkung der Vorlauftemperatur ist entscheidend, um die Effizienz der Wärmepumpe zu maximieren. Beispielsweise könnte in einem Referenzhaus mit einer Heizlast von 7 kW und einem Jahreswärmebedarf von rund 17.167 kWh der Stromverbrauch bei einer Flächenheizung etwa 4.905 kWh betragen. Im Vergleich dazu würde dieser Wert bei 55 Grad Vorlauf auf etwa 6.603 kWh ansteigen, was einen zusätzlichen Stromverbrauch und damit höhere Kosten bedeutet.
Ein hydraulischer Abgleich ist notwendig, damit alle Heizkörper im System effizient arbeiten können. Insbesondere bei bestehenden Heizkörpern aus älteren Installationen kann es sein, dass einige Elemente getauscht werden müssen, um die geforderten Vorlauftemperaturen zu erreichen. Ein kompetenter Fachbetrieb sollte diese Analyse durchführen, um optimal auf die Heizlast des Gebäudes einzugehen.
Der sinnvolle Bivalenzpunkt von etwa -6 Grad Celsius spielt ebenfalls eine Rolle. Bei Temperaturen unter diesem Punkt sollte die Wärmepumpe durch eine zusätzliche Heizquelle unterstützt werden, um die Versorgungssicherheit zu gewährleisten. Somit ist eine umfassende Planung notwendig, um sowohl die Effizienz als auch die Wirtschaftlichkeit der neuen Heizungsanlage zu sichern.
Auswirkungen der Vorlauftemperatur auf die Jahresarbeitszahl
Die Jahresarbeitszahl (JAZ) einer Wärmepumpe ist maßgeblich von der Vorlauftemperatur abhängig. In Potsdam liegt die erwartbare JAZ bei 3,5 bei 35 Grad Vorlauf und sinkt auf 2,6 bei 55 Grad. Dies bedeutet, dass eine höhere Vorlauftemperatur nicht nur den Energieverbrauch erhöht, sondern auch die Gesamteffizienz der Wärmepumpe negativ beeinflusst.
Wenn man bedenkt, dass die Vorlauftemperatur den energieeffizienten Betrieb der Wärmepumpe bestimmt, sollten Bestandsgebäude auf eine moderne Heizsystemtechnik umgestellt werden, die niedrigere Vorlauftemperaturen zulässt. Eine reduzierte Vorlauftemperatur verbessert nicht nur die Effizienz, sondern verringert auch die Betriebskosten langfristig.
Fachbetriebe sollten daher eine individuelle Heizlastberechnung am Gebäude durchführen, um spezifische Anpassungen vorzunehmen. Ein gezielter Austausch oder eine Anpassung der Heizkörper kann notwendig sein, um den optimalen Betrieb der Wärmepumpe zu gewährleisten.
Heizlastberechnung und Planung für Altbauten
Eine präzise Heizlastberechnung ist der erste Schritt bei der Planung einer Wärmepumpe im Bestandsgebäude. Für das genannte Referenzhaus mit 140 m² und einer Heizlast von 7 kW ergibt sich ein Jahreswärmebedarf von etwa 17.167 kWh. Mit diesen Werten lässt sich eine passende Wärmepumpe dimensionieren und die erforderlichen baulichen Maßnahmen wie der hydraulische Abgleich und die Wärmedämmung planen.
Altbauten weisen oft erhebliche Unterschiede in der Isolierung und Wärmeverteilung auf. Daher sind individuelle Anpassungen bei der Auswahl der Heizkörper notwendig. Während einige alte Heizkörper möglicherweise erhalten werden können, müssen andere ersetzt werden, um die Effizienz der neuen Heizungsanlage sicherzustellen.
Der Einsatz modernster Technik in Kombination mit einer durchdachten Planung stellt sicher, dass auch bei einer Umstellung auf eine Wärmepumpe in Bestandsgebäuden die Heizkosten langfristig optimiert werden können.
Was das für ein Haus in Potsdam bedeutet
Gerechnet für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche und 50 W/m² spezifischer Heizlast, bei 28 ct/kWh Wärmepumpenstrom. Als Vergleichsmaßstab gedacht: Wie Ihr Haus abschneidet, hängt an Dämmstandard, Heizflächen und Nutzung.
- Heizlast
- 7,0 kW
- Jahreswärmebedarf
- 17.167 kWh
- Stromverbrauch mit Flächenheizung (35 °C)
- 4.905 kWh
- Stromverbrauch mit Heizkörpern (55 °C)
- 6.603 kWh
- Stromkosten mit Flächenheizung
- 1.373 € im Jahr
- Mehrkosten bei 55 °C Vorlauf
- + 476 € im Jahr
Auffällig ist der Abstand zwischen 35 und 55 Grad Vorlauf. Er erklärt, warum die Absenkung der Vorlauftemperatur vor der Gerätewahl steht.
Wir sind in Potsdam und in der Umgebung im Einsatz
Potsdam ist die kleinere Grossstadt auf Platz 1 von 1 in unserer Standortliste für Brandenburg. Diese Orte liegen am nächsten:
Eine Wärmepumpe arbeitet am günstigsten mit eigenem Strom. Was eine Photovoltaikanlage in Potsdam leistet, steht auf der Photovoltaik-Seite für Potsdam.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe in Potsdam
Wie wichtig ist die Vorlauftemperatur bei Wärmepumpen?
Die Vorlauftemperatur hat einen erheblichen Einfluss auf die Effizienz der Wärmepumpe. Bei einer niedrigeren Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius kann eine Jahresarbeitszahl von 3,5 erreicht werden, während sie bei 55 Grad auf 2,6 sinkt.
Was versteht man unter dem Bivalenzpunkt?
Der Bivalenzpunkt, hier bei etwa -6 Grad Celsius, ist die Temperatur, ab der die Wärmepumpe zusätzliche Heizquellen benötigt. Dies sollte bei der Planung eines Umstiegs berücksichtigt werden.
Wie läuft eine Heizlastberechnung ab?
Die Heizlastberechnung erfolgt durch Fachbetriebe, welche die spezifischen Eigenschaften des Gebäudes analysieren. Der resultierende Wert ist entscheidend für die Auswahl und Dimensionierung der Wärmepumpe.
Heizungstausch vorbereiten in Potsdam
Vor der Gerätewahl steht die Bestandsaufnahme: Heizlast, Vorlauftemperatur, Platz für die Aufstellung und der Netzanschluss.