kreisfreie Stadt in Bayern · 302 m ü. NN
Wärmepumpe in Fürth
Die rechnerische Auslegungstemperatur für Fürth beträgt -14 Grad Celsius. Bei einem Umstieg auf eine Wärmepumpe in einem unsanierten Altbau ist es essentiell, die Vorlauftemperatur zu senken, um die Effizienz der Anlage zu maximieren.
Auslegungswerte für Fürth
Die Angaben leiten sich aus Höhe über NN und Lage ab und dienen der Einordnung. Was Ihr Gebäude tatsächlich braucht, zeigt erst die Heizlastberechnung nach DIN EN 12831.
-14°C
Auslegungstemperatur
kältester Auslegungsfall
3.712Kd
Heizgradtage (20/15)
Länge und Härte der Heizperiode
3,5
Jahresarbeitszahl
bei 35 °C Vorlauf · 2,6 bei 55 °C
-6°C
Bivalenzpunkt
ab hier lohnt ein zweiter Erzeuger
Waermepumpe im Bestandsgebaeude
Optimierung der Heizungsanlage
Um eine Wärmepumpe effektiv zu nutzen, sollte die Heizlast des Gebäudes berücksichtigt werden. Für ein Referenzhaus mit 140 m² Fläche und einer Heizlast von 7 kW ergibt sich ein Jahreswärmebedarf von etwa 18.342 kWh. Bei höheren Vorlauftemperaturen, wie 55 Grad Celsius, erhöht sich der Stromverbrauch auf rund 7.055 kWh, was zusätzliche Kosten verursacht. Eine niedrigere Vorlauftemperatur von 35 Grad kann die Jahresarbeitszahl auf etwa 3,5 erhöhen, was die Effizienz der Wärmepumpe deutlich verbessert.
Ein hydraulischer Abgleich ist unerlässlich, um sicherzustellen, dass alle Heizkörper im Gebäude korrekt versorgt werden. Bei unsanierten Altbauten kann es notwendig sein, einige Heizkörper auszutauschen, insbesondere wenn sie nicht effizient arbeiten. Die Identifikation der geeigneten Heizkörper und die Anpassung der bestehenden Infrastruktur sind entscheidend für einen erfolgreichen Umstieg auf eine Wärmepumpe.
Bivalenzpunkt und Heizsystemanpassungen
Der sinnvolle Bivalenzpunkt liegt in Fürth bei etwa -6 Grad Celsius. Dies bedeutet, dass zu diesem Temperaturpunkt die Wärmepumpe an ihre Grenzen stößt und zusätzliche Heizquellen erforderlich werden können. Eine sorgfältige Planung ist notwendig, um den Übergang zwischen der Wärmepumpe und konventionellen Heizsystemen zu gestalten. Die Auswahl von Heizkörpern, die auch bei niedrigeren Vorlauftemperaturen effizient arbeiten, kann den Gesamtbetrieb optimieren.
Es ist wichtig, bestehende Heizkörper auf ihre Eignung zu prüfen. Einige Heizkörper können beibehalten werden, während andere möglicherweise eine bessere Effizienz bieten müssen. Dies hängt auch von der Wärmeverteilung im Raum und dem individuellen Wärmebedarf ab.
Langfristige Kostenbetrachtung
Die Investition in eine Wärmepumpe kann sich als langfristig günstig erweisen, wenn die Betriebskosten optimiert werden. Bei einer höheren Vorlauftemperatur über 55 Grad Celsius müssen Sie mit etwa 508 Euro höheren jährlichen Kosten rechnen, verglichen mit 35 Grad Vorlauftemperatur. Eine effiziente Anpassung der bestehende Heizungsanlage kann diese Mehrkosten minimieren und die Gesamtwirtschaftlichkeit der Wärmepumpe erhöhen. Eine sorgfältige Planung und Umsetzung dieser Maßnahmen sind daher unerlässlich, um die Energiekosten nachhaltig zu senken.
Was das für ein Haus in Fürth bedeutet
Gerechnet für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche und 50 W/m² spezifischer Heizlast, bei 28 ct/kWh Wärmepumpenstrom. Als Vergleichsmaßstab gedacht: Wie Ihr Haus abschneidet, hängt an Dämmstandard, Heizflächen und Nutzung.
- Heizlast
- 7,0 kW
- Jahreswärmebedarf
- 18.342 kWh
- Stromverbrauch mit Flächenheizung (35 °C)
- 5.241 kWh
- Stromverbrauch mit Heizkörpern (55 °C)
- 7.055 kWh
- Stromkosten mit Flächenheizung
- 1.467 € im Jahr
- Mehrkosten bei 55 °C Vorlauf
- + 508 € im Jahr
Zwischen den beiden Zeilen zur Vorlauftemperatur liegt der eigentliche Hebel: Wer die Heizflächen vergrößert, spart dauerhaft mehr als wer die Wärmepumpe eine Nummer größer wählt.
Wir sind in Fürth und in der Umgebung im Einsatz
Fürth ist die kleinere Grossstadt auf Platz 6 von 14 in unserer Standortliste für Bayern. Diese Orte liegen am nächsten:
Eine Wärmepumpe arbeitet am günstigsten mit eigenem Strom. Was eine Photovoltaikanlage in Fürth leistet, steht auf der Photovoltaik-Seite für Fürth.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe in Fürth
Wie beeinflusst die Vorlauftemperatur die Effizienz der Wärmepumpe?
Eine niedrigere Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius kann die Jahresarbeitszahl auf etwa 3,5 erhöhen, was die Effizienz der Wärmepumpe verbessert. Im Vergleich dazu verursacht eine höhere Vorlauftemperatur von 55 Grad Celsius einen signifikant höheren Stromverbrauch.
Welche Heizkörper sollten bei der Umrüstung bleiben?
Die Beibehaltung von Heizkörpern hängt von deren Effizienz ab. Einige moderne Heizkörper können auch bei niedrigen Vorlauftemperaturen effizient arbeiten und sollten daher bevorzugt werden. Ein hydraulischer Abgleich ist notwendig, um die optimale Leistung zu gewährleisten.
Was ist der Bivalenzpunkt und wie wirkt er sich auf die Heizungsanlage aus?
Der Bivalenzpunkt von etwa -6 Grad Celsius gibt an, ab wann zusätzliche Heizquellen benötigt werden. Bei Unterschreiten dieser Temperatur stoßen Wärmepumpen an ihre Grenzen, weshalb eine gut geplante Heizungsanlage mit entsprechenden Zusatzheizungen erforderlich ist.
Heizungstausch vorbereiten in Fürth
Vor der Gerätewahl steht die Bestandsaufnahme: Heizlast, Vorlauftemperatur, Platz für die Aufstellung und der Netzanschluss.