kreisfreie Stadt in Bayern · 448 m ü. NN
Wärmepumpe in Rosenheim
Die Auslegung von Heizsystemen im kalten Auslegungsfall ist entscheidend, um die Effizienz einer Wärmepumpe zu maximieren. In Rosenheim liegt die Auslegungstemperatur bei -16 Grad Celsius, was spezifische Anforderungen an die Heizlast und die Dimensionierung von Speichern und Heizstäben stellt.
Auslegungswerte für Rosenheim
Höhenlage und Lage im Land ergeben diese Größenordnung. Sie ersetzt keine Heizlastberechnung nach DIN EN 12831; die bleibt für die Auslegung verbindlich.
-16°C
Auslegungstemperatur
kältester Auslegungsfall
3.963Kd
Heizgradtage (20/15)
Länge und Härte der Heizperiode
3,3
Jahresarbeitszahl
bei 35 °C Vorlauf · 2,4 bei 55 °C
-7°C
Bivalenzpunkt
ab hier lohnt ein zweiter Erzeuger
Auslegung im kalten Auslegungsfall
Heizlastberechnung und Dimensionierung
Für ein teilsaniertes Referenzhaus mit 140 m² und einer Heizlast von 7 kW ergibt sich ein jährlicher Wärmebedarf von rund 18.494 kWh. Dies ist eine wichtige Grundlage für die Dimensionierung Ihrer Wärmepumpe. Bei der Auswahl der Anlage sollte sichergestellt werden, dass die Heizlast auch bei tiefen Temperaturen wie der Auslegungstemperatur von -16 Grad Celsius gedeckt werden kann. Hierbei spielt auch der Bivalenzpunkt von etwa -7 Grad Celsius eine Rolle, da unterhalb dieses Punktes eine zusätzliche Heizquelle notwendig wird, um den Wärmebedarf zu decken.
Eine präzise Heizlastberechnung ist nicht nur entscheidend für die Auswahl der Wärmepumpe, sondern auch für die Dimensionierung des Speichers. Bei einem Heizbedarf von 18.494 kWh und einer Jahresarbeitszahl von 3,3 bei 35 Grad Vorlauf ergibt sich ein jährlicher Stromverbrauch von etwa 5.604 kWh bei einer Flächenheizung. Bei höheren Vorlauftemperaturen, wie bei 55 Grad, steigt dieser Verbrauch auf 7.706 kWh, was eine signifikante Mehrbelastung von rund 589 Euro pro Jahr darstellen kann. Dies zeigt den Einfluss der Vorlauftemperatur auf die Effizienz der Wärmepumpe und die Betriebskosten.
Die richtige Dimensionierung von Speicher und Heizstab ist entscheidend, um bei tiefen Außentemperaturen die gewünschte Versorgung zu gewährleisten, während gleichzeitig die Betriebskosten im Rahmen gehalten werden.
Leistungszahl bei Frostbedingungen
Die Jahresarbeitszahl ist ein relevanter Indikator für die Effizienz einer Wärmepumpe und variiert stark mit den Außentemperaturen. Bei einer Vorlauftemperatur von 35 Grad Celsius wird eine Jahresarbeitszahl von 3,3 erzielt, was bedeutet, dass für jede kWh Strom, die die Wärmepumpe verbraucht, etwa 3,3 kWh Wärme bereitgestellt werden können. Bei höheren Vorlauftemperaturen, wie 55 Grad, sinkt die Jahresarbeitszahl auf 2,4. Dies verdeutlicht den Einfluss niedriger Außentemperaturen auf die Betriebsweise der Wärmepumpe.
Im kalten Auslegungsfall, insbesondere in den Wintermonaten, ist es wichtig, dass die Wärmepumpe sowohl bei höheren als auch bei niedrigeren Temperaturen effizient arbeitet. Der Bivalenzpunkt von -7 Grad Celsius bedeutet, dass bei Temperaturen darunter eine zusätzliche Heizquelle erforderlich ist, um den Wärmebedarf zu decken. Damit wird das Zusammenspiel zwischen der Wärmepumpe und konventionellen Heizsystemen entscheidend. Eine gut geplante Anlage sollte daher auch die Möglichkeit bieten, bei extremen Kälteperioden auf eine hocheffiziente Heizstrategie zurückzugreifen.
Ein Verständnis der Leistungszahlen hilft Ihnen, die Effizienz Ihrer Anlage in Abhängigkeit von den Außentemperaturen zu optimieren und gegebenenfalls Anpassungen in der Dimensionierung vorzunehmen.
Praktische Umsetzung und Vorteile
Die praktische Umsetzung einer Wärmepumpenanlage in Rosenheim erfordert eine sorgfältige Planung, um die spezifischen klimatischen Bedingungen zu berücksichtigen. Bei der Installation ist es wichtig, die gewählte Wärmepumpe auf die Heizlast und die klimatischen Gegebenheiten abzustimmen. Der Einfluss der Heizgradtage (3963 Kd) auf den Wärmebedarf muss in die Planung einfließen, um die notwendige Leistung auch in den kältesten Monaten sicherzustellen.
Ein weiterer Aspekt der praktischen Umsetzung betrifft die Dimensionierung von Pufferspeichern. Um Energie zu speichern und Wärme effizient bereitzustellen, ist ein gut dimensionierter Speicher unerlässlich. Bei der Planung sollte in Betracht gezogen werden, dass der Wärmebedarf während der Heizperiode gleichmäßig gedeckt werden kann. Ein durchdachtes System ermöglicht es, die Betriebszeiten der Wärmepumpe zu optimieren und die Effizienz zu maximieren.
Zusammengefasst sollte bei der Umsetzung und Planung der Wärmepumpentechnologie in Rosenheim vor allem auf die spezifischen klimatischen Anforderungen geachtet werden, um eine langfristige und kosteneffiziente Nutzung der Heiztechnologie zu gewährleisten.
Was das für ein Haus in Rosenheim bedeutet
Gerechnet für ein teilsaniertes Einfamilienhaus mit 140 m² Wohnfläche und 50 W/m² spezifischer Heizlast, bei 28 ct/kWh Wärmepumpenstrom. Als Vergleichsmaßstab gedacht: Wie Ihr Haus abschneidet, hängt an Dämmstandard, Heizflächen und Nutzung.
- Heizlast
- 7,0 kW
- Jahreswärmebedarf
- 18.494 kWh
- Stromverbrauch mit Flächenheizung (35 °C)
- 5.604 kWh
- Stromverbrauch mit Heizkörpern (55 °C)
- 7.706 kWh
- Stromkosten mit Flächenheizung
- 1.569 € im Jahr
- Mehrkosten bei 55 °C Vorlauf
- + 589 € im Jahr
Zwischen den beiden Zeilen zur Vorlauftemperatur liegt der eigentliche Hebel: Wer die Heizflächen vergrößert, spart dauerhaft mehr als wer die Wärmepumpe eine Nummer größer wählt.
Wir sind in Rosenheim und in der Umgebung im Einsatz
Rosenheim ist die grosse Mittelstadt auf Platz 13 von 14 in unserer Standortliste für Bayern. Diese Orte liegen am nächsten:
Eine Wärmepumpe arbeitet am günstigsten mit eigenem Strom. Was eine Photovoltaikanlage in Rosenheim leistet, steht auf der Photovoltaik-Seite für Rosenheim.
Häufige Fragen zur Wärmepumpe in Rosenheim
Was ist der Bivalenzpunkt und warum ist er wichtig?
Der Bivalenzpunkt ist die Außentemperatur, bei der die Wärmepumpe allein nicht mehr den gesamten Wärmebedarf decken kann, was in Rosenheim etwa -7 Grad Celsius beträgt. Unterhalb dieses Punktes sollte zusätzlich geheizt werden, um einen komfortablen Innenraum zu gewährleisten.
Wie wirkt sich die Vorlauftemperatur auf die Effizienz aus?
Die Vorlauftemperatur hat einen direkten Einfluss auf die Jahresarbeitszahl der Wärmepumpe. Bei 35 Grad Vorlauf beträgt die Jahresarbeitszahl 3,3, während sie bei 55 Grad auf 2,4 sinkt. Höhere Vorlauftemperaturen führen zu einem erhöhten Stromverbrauch und damit zu höheren Betriebskosten.
Warum ist die Heizlastberechnung entscheidend?
Die Heizlastberechnung ist entscheidend, um die richtige Dimensionierung der Wärmepumpe zu bestimmen. Für ein Referenzhaus in Rosenheim mit einer Heizlast von 7 kW wird ein jährlicher Wärmebedarf von rund 18.494 kWh ermittelt, was die Grundlage für die Auswahl und Dimensionierung der Heizungsanlage bildet.
Auslegung prüfen lassen in Rosenheim
Vor der Gerätewahl steht die Bestandsaufnahme: Heizlast, Vorlauftemperatur, Platz für die Aufstellung und der Netzanschluss.